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Spagat und andere Ziele im Leben

Ich kann immer noch kein Spagat! Obwohl es ganz explizit auf meiner Liste der Ferienziele gehört. Aber ich war noch nie so weit unten wie gerade eben. Nach ewigen Dehnübungen (dank meiner neuen Ballettlehrerin kenne ich da so einige) bei James Bond Titelliedern, ging es wieder daran runter zu rutschen. Es ging relativ gut, bis auf dass es mordsmäßig wehtat, aber das tut es ja immer. Auf jeden Fall war ich tiefer unten als früher immer und es tut zwar weh, aber es tut anders weh als es noch vor einem Jahr tat. Und das ist gut, denn jetzt komm ich soweit runter, dass es überhaupt so wehtun kann wie es das jetzt tut. Krank, oder? Na wie auch immer, ich habe mir diese Ferien mal wieder vorgenommen Spagat hinzubekommen (das plane ich eigentlich schon seit Jahren und habe auch immer wieder erfolglose Versuche gestartet). Diesmal stehen die Chancen sogar höher, einfach weil es irgendwie besser klappt.


Auf meiner Liste der Ferienziele, die ich am ersten oder zweiten Ferientag erstellt habe, steht auch einiges anderes drauf, was ich noch nicht erreicht habe. Eins davon hab ich aber sogar schon hinbekommen, nämlich die Grafik bei Septdeneuf.de zu überarbeiten und neuen Code reinzubringen. Inhalt ist dann so der nächste Punkt, der auch noch auf der Liste steht. Aber guckt trotzdem mal hin, ich will Feedback ^^ Septdeneuf.de

Zeichnen steht auch auf der Liste, und ich darf stolz berichten, dass ich das sogar mehr getan hab als sonst. Einerseits ist da natürlich das Bild zwei Beiträge unterhalb, dass ich endlich fertig habe und ansonsten noch ein paar Spielerein, die ich jetzt mal präsentiere.






Das zweite ist nur eine Skizze, aber mit der hab ich dann noch ein wenig rumgespielt.



Ansonsten war ich am Wochenende von Freitag auf Samstag in meiner Geburtsstadt Freiberg, die ich seit Ewigkeiten nciht mehr gesehen hatte. Ehrlich gesagt, auch wenn es meine Geburtsstadt ist, so richtig zuhause fühl ich mich da nicht. Schon allein weil alle sächsisch sprechen und ich weiß, dass ich das auch tun würde, wenn wir da geblieben wären. Ist aber lustig zuzuhören. An einer Tankstelle gab es Brötchen und da stand "Schrippen" dran, ein ur-berlinerischer Ausdruck und wir meinten alle, dass das da nicht hinpasst. Der Verkäufer hat aber glaub ich gar nciht gerafft, was unsere Schrippendebate sollte.


Anlass meines Aufenthaltes in Freiberg war ein Ehrenkolloquium (hab ich jetzt bestimmt falsch geschrieben) zu Ehren der Professorin meiner Mutter, bei der sie ihre Doktorarbeit gemacht hat. Torsten konnte nicht mitkommen, weil er Zivildienst hatte, aber meine Mutter wollte gerne, dass zumindest ich mitkomme, und mein Vater war mit dabei. Meine Mutter musste einen Vortrag halten und war ganz ängstlich deswegen, obwohl sie sonst komplett Tagesfüllende Seminare halten kann vor wildfremden. Allerdings waren sehr viele ihrer früheren Professoren da, und andere Leute die sie auch kannte und da war sie nervöser. Der Vortrag war allerdings ein voller Erfolg, war schön gemacht und gut verständlich. Sie wurde mehrfach dafür gelobt von allen Seiten. Eine andere, die danach einen Vortrag hielt war dagegen absolut schlecht, der Vortrag war ewig lang, total langweilig und auch noch sinnlos. Einem Raum voller Metallkundeprofessoren und -doktoren muss man nicht erzählen wie die Geschichte von Magnesium aussieht. Man darf davon ausgehen, dass die das schon wissen.


Das ganze war in einem Raum der Bergakademie Freiberg, die Universität an der Frau Professorin Maia Krumnacker (um die ging es nämlich) die erste weibliche Professorin war. Inzwischen ist sie in Ruhestand. Der Raum sah irgendwie genauso aus wie unser Physikraum, nur viel größer und die Kreide (die bei den Vorträgen aber keiner benutzte, man hat ja Beamer) war dicker als bei uns. Es hüpfte noch die ganze Zeit eine rum mit einer großen Kamera und einem Riesenblitz auf dem noch irgendein Streuungsdings (besser kann man das nicht beschreiben, das sah echt seltsam aus) drauf war und machte Fotos. Die sah irgendwie meiner früheren Lateinlehrerin ähnlich. Wenn die mit einer großen Kamera und nem zerknitterten Blaser rumlaufen würde, versteht sich.


Bei der Gelegenheit fiel mir auf, dass die meisten Leute da irgendwem ähnlich sahen. Nach den Vorträgen gingen wir in einen Versammlungsraum wo Kekse auslagen und es Sekt gab. Interessanterweise ging nur eine Art von Keksen gut weg (Softcakes mit so Orangenfüllung und Schoko oben drauf), aber nur solange, bis ich den vorletzten nahm (das Ergebnis meiner zweiten "Mission Keks", eine anspruchsvolle Aufgabe, denn an den Tisch mit den Keksen ranzukommen war bei den vielen Leute nicht einfach). Danach traute sich keiner mehr den letzten Keks zu nehmen. Eine interessante Beobachtung des Verhaltens von Erwachsenen. Nachdem der Raum nur noch etwa halbvoll war, als die meisten gegangen waren erlöste ich dann gnädigerweise den Keks von seinem Leiden als letzter ungewürdigt dazuliegen.


In dem Raum war es sehr laut. Man denkt ja irgendwie, Erwachsene sind nicht so laut wie Schüler beispielsweise, aber ich glaube so laut wie es in dem Raum war, hat es noch nicht mal unsere Chaosklasse geschafft. Ich kam mir zuerst etwas deplatziert vor, da ich ja auch niemanden kannte, aber ich wurde dann den meisten Leuten vorgestellt, und einige kannten sogar einige Informationen von mir, durch den Weihnachstbrief der immer an alle möglichen Bekannten verschickt wird, der so eine Art Family Newsletter darstellt. Mir wurde immer wieder bescheinigt, dass ich ja schon so groß bin und ich wurde mindestens sechsmal gefragt, ob ich denn nicht später auch Metallkunde machen will, worauf immer die Antwort kam, dass ich noch ganz unsicher sei. Die Wahrheit ist, dass ich das nicht so gerne machen will, weil meine Eltern es schon gemacht haben. Dadurch wäre es natürlich einfacher das auch zu machen, aber ich für meinen Teil will mir lieber was eigenes aufbauen. Aber so eine lange Rede hab ich da keinem gehalten.


Ich hab mich dann eine Weile mit einer Bekannten von meinen Eltern unterhalten von der ich dank der unglaublichen Lautstärke nur so jedes dritte Wort mitbekam, aber irgendwie konnten wir doch halbwegs kommunizieren. Ich hab mir kaum einen Namern von den Leuten gemerkt, obwohl mir einige genannt worden. Ich hab dafür andere Bezeichnungen im Kopf, denn wie ich schon sagte, irgendwie sah jeder wem ähnlich. Meine Theorie ist jetzt, dass es auf der Welt nur eine begrenzte Anzahl an Aussehensschemata gibt und je mehr man rumkommt, desto mehr Leute trifft man, die gleichaussehen. Eine Rednerin sah zum Beispiel aus wie Camilla (die von Prinz Charles) ein Typ sah aus wie ein Fisch, ein anderer wie Herr Koschorke und noch einer wie Rumpelstilzchen, nur größer. Die Professorin sah eigentlich keinem ähnlich, aber sie war in ihrer Art meiner Japanischlehrerin sehr ähnlich.


Abends sind wir dann noch mit ein paar Bekannten von meinen Eltern essen gegangen, das war eigentlich ganz nett. Das waren die einzigen beiden Leute die auf der Veranstaltung waren die ich früher schon mal getroffen hatte und an die ich noch dunkle Erinnerungen hatte. Ich hätte vielleicht noch andere Leute kennen sollen, aber tat ich nicht.


Am nächsten Tag haben wir dann noch mal Camilla und ihren Mann (der leider nicht wie Prinz Charles aussah) bei uns im Hotel getroffen und danach sind wir durch die Stadt gelaufen. Freiberg ist hübsch und es gibt da ein Subways und nen edc Store. Wären wir mal da geblieben, das sind nämlich die wichtigsten beiden Dinge, die Goslar fehlen. Aber irgendwie macht in Freiberg fast alle Samstags um 12.00 oder 13.00 Uhr zu. Aber wir haben einen Sportladen gefunden, der Gymnastikbänder vorrätig hatte. So was gibt es überhaupt nicht, Läden haben die Teile nciht vorrätig. Aber der hatte. Zwar nur vier meter und nciht sechs, wie ich sonst immer benutze, aber immerhin. Wahrscheinlich war das kein Laden sondern irgendeine Erscheinung, anders kann man das nicht erklären. Jetzt hab ich noch ein grünes und ein lilanes Band meiner "Sammlung" hinzugefügt(das waren die besten Farben die sie da hatten, die Auswahl war nicht sonderlich riesig).


Dann haben wir noch ein paar Freunde von meinen Eltern überfallen (wir hatten versucht vorher anzurufen, aber sie waren nicht da gewesen), worüber diese sich sehr freuten. Mit denen haben wir dann eine Weile geredet und dann sind wir wieder weg und mein Vater wollte uns noch ein wenig was zeigen. Als wir an einem Betrieb vorbeikamen, die glaub ich irgendwas mit Kupferdrähten am Hut haben, wenn ich mich recht erinnere, wollte uns mein Vater grade erzählen, dass da ein Studienfreund von ihm arbeitet, aber aus der Aussage wurde dann: "Da arbeitet... der der da grade steht." Also haben wir angehalten und mit dem noch ein bisschen ungeplanterweise geredet. War auch ganz nett.


Auf dem Rückweg gab es dann noch einen Stau für uns, irgendwo in Sachsen Anhalt wurde an einer Brücke gebaut und dafür wurde immer mal wieder die Straße gesperrt. Da hab ich mal was gemacht, was ich sonst irgendwie noch nie gemacht hab, es stand alles, also bin ich mal aus dem Auto ausgestiegen auf der Autobahn. Auch mal was, was man mal tun sollte.


Am Sonntag waren wir dann im deutschen Erdölmuseum in Wietze, das war ganz interessant, aber ich kann nicht mehr tippen.


Ach und nochwas: auf der Liste mit Ferienzielen steht nicht, mehr Blogeinträge zu schreiben. :P Und ihr könnt euch über die Quantität eigentlich nicht beklagen, wenn man mal sieht wie lang dieser Artikel ist.


Geht in Cars, irgendwo kommt er sicher noch!

24.10.06 15:15
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


.mieke / Website (24.10.06 19:50)
Freiberg ist toll^^ Da hat es mir damals auch gefallen, ganz besonders der edc-store ^^


lari / Website (25.10.06 09:01)
Hey,was man sich vornimmt,sollte man auch erreichen!Du schaffst das schon noch mit dem Spagat.Ach rufst du wegen Halloween noch mal an,sonst kommen wir alle um 6.Viel Spaß noch beim üben!Bis dann


Maren (25.10.06 23:09)
Den Blog von Nasti haste ja gefunden, dann such mal meinen...

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