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Fußtüten in der Kristallfarm

So, erster Tag vom Praktikum erstmal praktiziert und ich versuch mich jetzt mal kurz zu fassen, weil ich nicht viel Zeit habe.

Erstmal sollte ich mich bei der Personalabteilung melden, wo ich dem Personalchef mehrfach beim telefonieren zugucken durfte, weil der dauernd angerufen wurde, während er mir was erklären sollte, dann ging es weiter zum Chef von dem Bereich in dem ich eingesetzt werde (PIII Reinstmetalle). Der telefonierte auch am laufenden Band (sogar öfter) und schaffte es dann aber doch noch mich zum Sicherheitsmenschen überzuleiten, der mir dann erstmal einen Vortrag über Sicherheit hielt, der dann im Prinzip besagte: Nix anfassen, es sei denn man sagt dir, dass du es tun sollst und du weißt genau was du tust.

Dann ging es zurück zum Chef von PIII der mir dann noch die spezifischen Sicherheitshinweise für den Bereich erklärte. (Dasselbe im Prinzip, nur mit speziellen Angaben was man denn alles nciht anfassen soll.

Dann ging es daran mir einen Kittel zu suchen. Eigentlich sollte schon einer bestellt sein, aber das ging wohl irgendwie in die Hose (welche ich auch nicht gekriegt habe). Ich habe jetzt den kleinsten aus dem Schrank und der ist noch einige nummern zu groß, aber es geht schon. Als das erledigt war, kam ich genau rechtzeitig zur Frühstückspause. Die Leute die da pausieren sind ganz lustig drauf und ich fand sie gleich ganz nett.

Ich bin für diese Woche erstmal beim Gallium, wo insgesamt 2 Leute arbeiten, von denen eine aber heute nicht da war. Meinen Chef, beziehungsweise den einzigen der da noch da ist, soll ich duzen, das Problem damit ist aber, dass ich dadurch seinen Nachnamen gar nicht kenne, und das muss doch in den Bericht rein, denke ich mal. Na ja, im Zweifelsfalle schreibe ich dann halt, mein Chef war Rüdiger.

Gallium ist lustig, um das zu reinigen lässt man nämlich immer wieder hübsche Galliumkristalle wachsen. Genaueres kommt, wenn ich mal Zeit habe.

Ich hab mich dann heute vor allem um das Russenmaterial (wie mein Chef es so nannte) gekümmert und die Flaschen erstmal aus den Plastikhüllen gepackt und dann auf die Heizfläche, damit es zurechtschmilzt (Gallium schmilzt bei 30°C, insofern kein Riesenkunsstück das flüssig zu kriegen. Wir waren auch einmal im Labor und haben da was abgegeben, wo mich der eine, der beim Girls Day da war auch gleich erkannt hat und mein chef hat mir mal den Rest des Betriebs gezeigt. @Nathalie: Das war nie eine Kirche! Früher war es der Platz zum Umziehen für die Arbeiter und später war irgendwie alles zwischendurch mal da drin, Antimon, Kupfer, Tellur... Inzwischen wird es irgendwie fast gar nicht mehr genutzt.

In den Räumen wo wir unser Gallium reinigen muss man ganz viel schutzkleidung tragen, fast so vermummt wie beim OP, nur dass keine Leute sterben (Gallium ist nicht giftig, wollt ich nur mal anmerken). Und da ich keine speziellen Schuhe da gekriegt habe, muss ich jetzt immer Fußtüten tragen, um ja keinen Dreck irgendwo reinzubringen. Apropos, ich hatte katharina mal davon erzählt, und die will, dass ich ihr eine mitbringe. Oder zwei? Weiß wer wie viele Füße Katha hat?

Na ja auch egal, erster Tag ist soweit fertig, jetzt gehts zum Tanzkurs.
30.10.06 16:34


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